






4.) Pressen/Formgebung
Das paraffinhaltige Granulat wird zu Formkörpern nahe der gewünschten Geometrie des Endproduktes verpresst. Hat der Formkörper eine genügend hohe Festigkeit, kann die Form auch über Schleifen, Bohren oder Drehen bearbeitet werden. Die Festigkeit des Presslings kann dazu über eine Temperaturbehandlung, das sogenannte Vorsintern bei niedriger Temperatur (600 bis 800°C), leicht erhöht werden.
5.) Sintern
Unter Sintern versteht man eine Temperaturbehandlung,
bei dem das Produkt unter Auftreten einer flüssigen Phase verdichtet
wird. Die maximale Sintertemperatur (1300 bis 1550°C) liegt i.a. in der
Nähe oder knapp oberhalb des Schmelzpunktes der niedrigst schmelzenden
Phase. Im Gegensatz zur schmelzmetallurgischen Verarbeitung wie sie z.B. bei
der Stahlerzeugung angewendet wird gehen also nicht alle Bestandteile in den
flüssigen Zustand über.
Die flüssige Phase (hauptsächlich Kobalt) füllt kleine Zwischenräume
aus und die noch festen Teilchen nähern sich einander an, so dass die
Dichte des Körpers ansteigt und eine Volumenschwindung stattfindet. Es
laufen komplexe metallurgische Auflösungs- und Ausscheidungsvorgänge
ab.
Nach dem Abkühlen liegt ein Gefüge/eine Mikrostruktur vor, in dem
die harten Wolframkarbid-Teilchen in einer im Vergleich dazu relativ weiche
Kobaltmatrix eingebettet sind. Das Produkt hat seine endgültige Dichte
und Härte ereicht.
