6.) Endbearbeitung

Besitzt das Produkt nach dem Sintern noch nicht die gewünschten Geometrie oder die geforderten Toleranzen, erfolgt eine Endbearbeitung durch z.B. Schleifen, Drehen, Bohren oder Senkerodieren.

 

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Pressen
Diamantschleischeibe
Diamantschleifscheibe
Vakuumsinterofen
Vakuumsinterofen
Co-WC

 

 

4.) Pressen/Formgebung

Das paraffinhaltige Granulat wird zu Formkörpern nahe der gewünschten Geometrie des Endproduktes verpresst. Hat der Formkörper eine genügend hohe Festigkeit, kann die Form auch über Schleifen, Bohren oder Drehen bearbeitet werden. Die Festigkeit des Presslings kann dazu über eine Temperaturbehandlung, das sogenannte Vorsintern bei niedriger Temperatur (600 bis 800°C), leicht erhöht werden.

5.) Sintern

Unter Sintern versteht man eine Temperaturbehandlung, bei dem das Produkt unter Auftreten einer flüssigen Phase verdichtet wird. Die maximale Sintertemperatur (1300 bis 1550°C) liegt i.a. in der Nähe oder knapp oberhalb des Schmelzpunktes der niedrigst schmelzenden Phase. Im Gegensatz zur schmelzmetallurgischen Verarbeitung wie sie z.B. bei der Stahlerzeugung angewendet wird gehen also nicht alle Bestandteile in den flüssigen Zustand über.

Die flüssige Phase (hauptsächlich Kobalt) füllt kleine Zwischenräume aus und die noch festen Teilchen nähern sich einander an, so dass die Dichte des Körpers ansteigt und eine Volumenschwindung stattfindet. Es laufen komplexe metallurgische Auflösungs- und Ausscheidungsvorgänge ab.
Nach dem Abkühlen liegt ein Gefüge/eine Mikrostruktur vor, in dem die harten Wolframkarbid-Teilchen in einer im Vergleich dazu relativ weiche Kobaltmatrix eingebettet sind. Das Produkt hat seine endgültige Dichte und Härte ereicht.

HM Ring