Hartmetall wird auf pullvermetallurgischem Wege hergestellt.

Als Hartstoff wird Wolframcarbid (WC) und bei einigen Hartmetall-Sorten zusätzlich noch Titancarbid (TiC), Tantal (TaC) eingesetzt. Als Binder werden Cobald (Co) und/oder Nickel (Ni) verwendet.

Das aufbereitete Hartmetall-Pulver wird in Pressmatrizen oder in Pressformen kaltisostatisch gepresst und vorgesintert.
In diesem Zustand ist das Hartmetall etwa so fest wie Kreide und kann durch Drehen und Schleifen nach Zeichnung bearbeitet
werden. Dabei ist ein Sinterschwund von bis zu 50 Vol.-% zu beachten.

Danach werden die Hartmetall-Teile gesintert und heißisostatisch nachverdichtet. Die weitere Bearbeitung ist durch Schleifen mit Diamantschleifscheiben und Polieren mit Diamantpaste möglich.

Gefüge bei HM VG20
Gefüge bei HM VG 20

Mit fallendem Binderanteil fallen Biege-bruchfestigkeit, Schlag- und Zugfestigkeit.
Wir setzen in der Kunststoffindustrie VG50 und VG20 bei überwiegend abrasiver Beanspruchung ein und VN13 bei überwiegend korrosiver Beanspruchung.

 

 


Gefüge bei HM VG 20
Gefüge bei HM VG 20

 

Eigenschaften der eingesetzten Hartmetalle

VG50 zeichnet sich durch hohe Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit, "sprich Biegebruchfestigkeit" aus.
Der niedrige Co-Gehalt und hohe WC-Anteil verleihen VG50 die gute Verschleiß- festigkeit. Die Wolframcarbid-Größen sowie deren Ausbildung und Verteilung bestimmen die Biegebruchfestigkeit.

VG20 ist besonders verschleißfest bei noch ausreichender Zähigkeit und wird daher bei Rückstromsperren und Sperrringen eingesetzt.

VN13 ist gegenüber der Sorte VG50 korrosionsbeständiger, da hier Nickel als Binder eingesetzt wird.