Pm-Stähle, Herstellung

Eingangskontrolle:
Zur Gewährleistung konstant bleibender Qualität ist eine permanente Kontrolle der Rohstoffe unerlässlich. Überprüft werden vor allem:

  • Korngröße, Kornform, Kornverteilung
  • chemische Zusammensetzung, insbesondere der Sauerstoffgehalt
  • Schütt- und Klopfdichte (DIN ISO 3953)

Hartmetall, PM- Stähle

Fertigung:
Um eine optimale Rohstoffausnutzung zu gewährleisten, wird das fertig legierte Pulver in speziell angefertigte Blechformen gefüllt, die nach dem Verdichten die Konturen des Fertigteils mit Aufmaß wiedergeben.

 

Superlegierungen


Pulverkorngröße Beispiel: Pulverkorngröße 63 µm


PM- Stähle

HIP-Prozess:
Der Verbund von Pulverteilchen untereinander sowie auch zwischen den Pulverteilchen und den Festkörpern der unterschiedlichen Werkstoffgruppen
(PM-Stahl/Hartmetall, PM-Stahl/Co-Hartstofflegierung, PM-Stahl/ Superlegierung) erfolgt über Festkörperdiffusionsprozesse beim heißisostatischen Pressen (1100°C – 1200°C, 1000 bar). Der Verbund zwischen den Werkstoffgruppen wird nach dem Drucksintern mittels Ultraschall-Prüfanlage
untersucht.

Kontrolle

Durch das gleichzeitige Sintern und Verdichten der Formkörper in einer HIP-Anlage können fehlerfreie und isotrope Bauteile in einem Prozessschritt hergestellt werden. Dies steht im Gegensatz zu herkömmlichen drucklos gesinterten PM-Bauteilen, die häufig zur Erhöhung der Dichte und somit zur Qualitätsverbesserung umgeformt werden müssen. Trotz des zusätzlichen Aufwandes einer sich anschließenden Wärmebehandlung können
Spuren einer Verformungstextur zurückbleiben, die beim heißisostatischen Pressen erst gar nicht entstehen. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Oberflächen bei einer etwaigen Umformung an Luft oxidieren können, dies jedoch beim HIP-Prozess ausgeschlossen ist.