Realisierte Anwendungen beim Spritzgießen von:

Thermoplasten:

Es handelt sich hier um das Spritzgießen von technischen Kunststoffteilen für die Elektro- und Automobilindustrie aus hochgefüllten Thermoplasten. Der wirtschaftliche Einsatz der Hartmetall-Garnituren wird oft schon beim Spritzen von Kunststoffen mit Verstärkungsanteilen von > 30 % erzielt. Bei der Beurteilung der Gesamtwirtschaftlichkeit muss, neben dem höheren Nutzungsgrad der Maschinen, auch die geringere Ausschussquote
und die Verbesserung der Qualität der Spritzgussteile berücksichtigt werden.





Hochtemperaturbeständigen Thermoplasten:
Bei den hohen Verarbeitungstemperaturen (450 °C - 470 °C) kann sich der Kunststoff thermisch zersetzen und auf der Stahlschnecke verkleben.
Thermisch zersetztes Material wird von Zeit zu Zeit während der Verarbeitung ausgeschwemmt und führt zur Verunreinigung des Fertigteiles. Die Ausschussquote steigt stark an. Auf Grund der besseren Wärmeleitfähigkeit des Hartmetalls tritt dieses Problem bei Hartmetall-Garnituren nicht auf. So werden Wärmestau und der Ausfall der Garnituren durch Wärmespannungsrisse verhindert. Während Stahlwerkstoffe in diesem Temperaturbereich bereits deutlich an Härte verlieren, ist Hartmetall bei grundsätzlich höheren Härtewerten in diesem Temperaturbereich thermostabil.


Gefüge bei HM VG 20

 

Oxydkeramiken:
Die hohe Abrasion beim Spritzen keramischer Teile führt zu einem rapiden Verschleiß bei Stahlgarnituren. Diese Garnituren verschleißen oft schon nach ca.
700 Betriebsstunden. Hartmetall-Garnituren haben in der Zwischenzeit die über 50fache Standzeit erreicht. Der Abrieb von Legierungselementen bei Stahlgarnituren
vermischt sich mit der zu verspritzenden
Keramikmasse und verursacht unzulässige Färbungen und Risse am Fertigteil. Dieses Phänomen konnte durch den Einsatz von Hartmetall bei allen bisherigen Anwendungsfällen vermieden werden.

Dauermagnetwerkstoffen:
Mit Kunststoff ausgespritzte Magnete wie z. B. Barium, Strontium und Seltenerdmagnete rufen bei Schnecken und Zylindern große Verschleißprobleme
hervor. Herkömmliche Garnituren auf
Stahlbasis waren nach einer Produktionsdauer von 800-1000 Betriebsstunden in der Einzugszone
verschlissen. Seit 1987 sind Hartmetall-Garnituren mit einer derzeitigen Standzeit von ca. 23000 h im Einsatz.

Hartmetallen:
Beim Spritzgießen von Hartmetall-serienteilen werden Hartmetall-Garnituren ebenfalls erfolgreich eingesetzt. Hier sind seit Jahren bei bekannten Hartmetall-Herstellern unsere Hartmetall-Garnituren im Einsatz. Herkömmliche Stahlgarnituren waren bereits nach 3-4 Monaten verschlissen und nicht mehr verwendbar.